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Auswerfer, Flachauswerfer und Auswerferstifte

sind Normteile, die Ihre Verwendung im Werkzeugbau und Formenbau finden - vorwiegend in zylindrischer Form mit zylindrischen oder kegeligem Kopf. Diese Bauteile dienen der Gussstückauswerfung aus Kokillen, Druckgießformen und Kernkästen sowie der Entformung von Spritzugssteilen.
[ Auswerferstifte ] bestehen aus einem zylindrischen Teil - dem sogenannten Schaft - und dem Kopf des Auswerferstiftes.
Der Schaftbereich wird in der Standardausführung im Toleranzbereich g6 gefertigt - der Schaft wird stets durch eine Schleifbearbeitung gefertigt. Der Kopf wird üblicherweise warm angestaucht - Schaft und Kopf weisen daher unterschiedliche Endhärten auf.

Auswerfer werden in folgenden Normen geführt

  • DIN 1530 Teil 1 Form A, AH (ähnlich DIN ISO 6751)
  • DIN 1530 Teil 2 Form C, CH (ähnlich DIN ISO 8964)
  • DIN 1530 Teil 3 Form D
  • DIN 1530 Teil 4 Form FA, FAH (ähnlich DIN ISO 8693)

 

Auswerfer stehen in folgenden Materialien und Härten zur Verfügung

WerkstoffHärte SchaftWärmebehandlung
~ 1.2516 60 HRc gehärtet
1.2343 1400 N/mm² vergütet
1.2343 > 950 HV3 nitriert

 

Während der Schaft bei der Entformung in Formeinsätzen oder Formplatten bewegt wird, wird der Kopf üblicherweise in einer Auswerferhalteplatte versenkt. Auswerferhalteplatte und -deckplatte bilden das sogenannte Auswerferpaket - welches üblicherweise mit der Auswerfereinheit der Spritzgussmaschine verbunden wird.


Auswerfer werden entweder in Ihrer namensgebenden Funktion benutzt - Sie drücken also den den Spritzling aus dem Werkzeug - oder Sie führen als sogenannte Rückdrücker das Auswerferpaket beim Schließen des Werkzeuges in seine Ausgangslage zurück.

Auswerferstifte gehören zu den am stärksten beanspruchten Bauteilen eines Spritz- bzw. Druckgusswerkzeuges. Der Schaft bewegt sich stetig in Formeinsätzen oder einer Formplatte. Wie bei allen bewegten Teilen entscheidet die Schmierung über die Lebensdauer der bewegten Teile. Dies erfordert eine regelmäßige Schmierung, Wartung und Reinigung. Eine gezielte Schmierung von Auswerfern wird oftmals durch den beschränkten Zugang zu den Auswerfern erschwert. Mangelnde Schmierung oder Wartung führt unter Umständen zum Fressen und Ausfall der Auswerfer und ggf. zu kostenintensiven Beschädigungen an Einsätzen und Formplatten.

Um solche Komponenten im Trockenlauf einzusetzen - wie dies bei Reinraumanwendungen, beispielsweise in der Medizin- und Lebensmitteltechnik notwendig ist - werden diese Bauteile mit einer zusätzlichen DLC-Beschichtung angeboten. Die beschichteten Bauteile weisen - neben einer verbesserten Trockenlaufeigenschaft - eine gleichzeitig verbesserte Korrosionsbeständigkeit auf. Durch die verbesserte Trockenlaufeigenschaft können die notwendigen Wartungsintervalle vergrößert werden.

Eine besondere Warengruppe in dieser Kategorie stellen die sogenannten Kernstifte dar. Kernstifte entsprechen in Ihren Abmessungen den bekannten Normen, weisen allerdings die Besonderheit auf, das Sie aus Warmarbeitsstahl gefertigt und nicht nitriert werden. Dies bietet dem Anwender den Vorteil, das durch eine nachfolgende Bearbeitung - beispielsweise durch Fräsen oder Schleifen - Randschichten - bei nitrierten und oxidierten Varianten - nicht beschädigt werden. Vorteilhaft ist die geringe Härte der Normteile - welche der zerspanenden Bearbeitung zugute kommt. Nach anbringen der Konturen bzw. Bearbeitung der Formstifte können diese nachträglich nitriert und [ oder ] oxidiert werden - somit ist eine gleichmäßige Oberflächenhärte der Formstifte gewährleistet.

Auswerferstifte | Auswerfer | Flachauswerfer | Abgesetzte Auswerfer

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